"Massmob" in St. Katharina von Siena

Die Idee

 

Der Name „Massmob“ setzt sich zusammen aus dem englischen Wort „mass“, was „Messe“ bedeutet. „Mob“ bedeutet soviel wie „Menge“ oder auch „Meute“. In diesem Fall ist es an das neudeutsche Wort „Flashmob“ angelehnt, eine (scheinbar) zufällige Aktion im öffentlichen Raum, zu der man sich zuvor durch soziale Medien verabredet hat.

 

Worum geht es nun bei einem „Massmob“? Ganz einfach: Gläubige verabreden sich um gemeinsam in einen Werktagsgottesdienst zu gehen. Im Anschluss an den Gottesdienst gibt es die Möglichkeit zur Begegnung, z.B. bei einem kleinen Umtrunk oder ähnlichem.

Die Idee ist nicht unbedingt neu, sondern wurde in Detroit erfolgreich umgesetzt, sodass dort die Innenstadtkirchen voll wurden.

 

Begründung

Die Eucharistie ist „Quelle und Höhepunkt allen kirchlichen Tuns“, die Kirche baut sich aus der gemeinsamen Feier des Gottesdienstes und dem gemeinschaftlichen Gebet auf.

Auch die Pfarrei Sankt Katharina von Siena wird zur Gemeinde nur insoweit sie zur Gottesdienst-Gemeinde wird. An den Sonn- und Feiertagen gehen die meisten Gläubigen jedoch in „ihre“ Kirche. An Werktagen ist die Chance deutlich höher Gläubigen zu motivieren in eine andere Kirche zum Gottesdienst zu gehen.

Die Möglichkeit zur Begegnung im Anschluss an den Gottesdienst zeigt, dass Gemeinde nicht mit dem Schlusssegen endet. Die Gläubigen aus den verschiedenen Gemeinden können sich auf diese Weise kennen lernen.

Durch einen „Massmob“, der nacheinander in allen Kirchen der Pfarrei stattfindet, lernen die Gläubigen die anderen Kirchorte und sich untereinander kennen.

 

Durchführung

Leider wird es schwierig in allen Gemeinden eine Eucharistiefeier als „Massmob“ zu besuchen, da die Messzeiten nicht immer günstig sind. Eingeladen werden sollen ja alle Gemeindemitglieder von Jugendlichen bis Senioren, Messen am Vormittag sind jedoch für die arbeitende Bevölkerung schwierig zu besuchen.

Mögliche „Massmob“-Termine sind:

Dienstag: 15.00 St. MATTHIAS / 19.00 St. EDITH STEIN (Hl. Messe)

 

Mittwoch: 18.30 St. PETER UND PAUL (Wortgottesdienst mit Kommunionausteilung)

 

Donnerstag: 15.00 St. SEBASTIAN * / 18.30 St. BONIFATIUS (Hl. Messe / Wortgottesdienst)

 

Freitag: 18.30 St. SEBASTIAN* / 19.00 St. LAURENTIUS (Hl. Messe)

 

*= entweder am Donnerstag oder am Freitag

 

Für St. Lioba wäre es schwierig, da die Eucharistie hier mittwochs um 8.15 Uhr gefeiert wird, in St. Peter und Paul montags um 9.00 Uhr (wobei hier ein Wortgottesdienst als „Ersatz“ für den „Massmob“ fungieren kann). Man kann natürlich dennoch für diese Messe einladen.

 

Was wäre zu organisieren?

Es bräuchte zunächst einen Zeitraum von ein bis zwei Monaten, in denen der „Massmob“ sein sollte. Anschließend müssten sich in jeder Gemeinde Personen finden, die etwas für den anschließenden Kirchgarten-Empfang, Kirchen-Café, Umtrunk o.Ä. vorbereiten können. Dann müssen nur noch diese Leute, sowie andere Interessierte den jeweils nächsten Termin einige Tage vorher streuen, via WhatsApp, Mail, Skype, Telephon, SMS, Fax, Mund-zu-Mund-Propaganda. Am besten wäre es, wenn der „Massmob“ gänzlich ohne die klassischen Verbreitungsmethoden der Gemeinde (nämlich: Pfarrblatt, Plakat, Vermeldung, Homepage) auskäme. Zu Beginn des Projekts müsste natürlich die Möglichkeit sein, sich in entsprechende Verteiler eintragen zu lassen.

Für die Gottesdienste an sich ist nichts mehr zu tun als normaler Weise auch. Es soll also nicht darum gehen die Gottesdienste besonders aufwendig zu gestalten oder ähnliches. Für die Zelebranten und Gottesdienst-Leiter gibt es keinen Mehraufwand. Wie viel Aufwand für die Begegnung nach dem Gottesdienst aufgewendet wird, ist Sache der Beteiligten aus den Gemeinden. Die Werbung geschieht ja auf verschiedenen Wegen und ist eigentlich ein Selbstläufer ohne großen Aufwand. Die Wirkung hingegen kann wirklich gut werden, wenn z.B. als „Langzeitwirkung“ andere Kirchen vertrauter werden, die Gläubigen sich kennen lernen und mancher vielleicht die Werktagsgottesdienste zu schätzen lernt.