Eröffnung Allgemeine ehrenamtliche Sozialberatung „Gemeinsam Lösungen finden“ in der Nordweststadt 8.11.

„Etwas Neues beginnt!“ – das spürten alle Gäste, die zur Eröffnung der Allgemeinen ehrenamtlichen Sozialberatung der Pfarrei Sankt Katharina von Siena am 8.11. in der Eltern- und Jugendberatung Nordweststadt gekommen waren. In seiner Begrüßung verwies der Hausherr Michael Kraus auf die lange Tradition der Stelle und die stetige gute Verbindung mit der Pfarrei.

Frau Bastian, die Vorsitzende des Sozialausschusses der Pfarrei freute sich, daß dank der sehr guten Zusammenarbeit mit dem Caritasverband die Pfarrei mit der ehrenamtlichen Sozialberatung das erste größere soziale Projekt ins Leben rufen und damit ein sichtbares Zeichen des christlichen Glaubens setzen konnte.

 

Lisa Gerdom, Referatsleiterin Soziale Stadt und Ehrenamt des Caritasverbandes Frankfurt e.V. betonte, daß die Kirchengemeinden ihre Wurzeln vor Ort haben und starke Verantwortung übernehmen. Wesentlich sei, den Menschen auf Augenhöhe zu begegnen und gemeinsam Lösungen zu suchen.

 

Pfarrer Meiller freute sich als Pfarrer und Nachbar im Pfarrhaus über die neue Kooperation. „Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen und Bedrängten aller Art, sind auch Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Jünger Christi. Und es gibt nichts wahrhaft Menschliches, das nicht in ihren Herzen seinen Widerhall fände“, zitierte er aus der Pastoralkonstitution des II. Vatikanischen Konzils. Bedrängnis sei ein Gefühl, das eng mit Angst verbunden ist und nicht mit Hartz IV gelöst werden kann. Wenn man Menschen wieder in den Blickpunkt nimmt, entsteht dadurch Hoffnung, und aus der Hoffnung Befreiung von der Angst. „Das Bäumchen soll schnell und gut wachsen und zu einem großen Baum werden, den Vögel und Menschen nutzen“ gab Pfarrer Meiller dem Projekt als Wunsch mit auf den Weg. Abschließend segnete er die Räume.

 

Sigrid Kemler, die Leiterin der Katholischen Familienbildung und Frauke Reinhardt, die Sozialbezirksvorsteherin von Heddernheim begrüßten die Zusammenarbeit mit dem neuen Projekt. Es herrsche bei vielen Menschen großer Bedarf an Information und Orientierung, um das „Wirrwarr an Lebensthemen“, das manche Ratsuchende mitbringen, zu entwirren. Und es sei gut, ein solches Angebot im Lebensraum zu haben.

 

Im Anschluß an die Eröffnung sollten um 16 Uhr schon die ersten Beratungen beginnen. Die leise Besorgnis der  Ehrenamtlichen, ob ihr Angebot  überhaupt nachgefragt würde, löste sich in Luft auf: die ersten Ratsuchenden standen bereits um 15.40 Uhr vor der Tür…

St. Lioba 9.11.18 Barbara Steffan