Erste Pfarrversammlung in St. Katharina von Siena zum „KIS – Projekt"

Am Sonntag, dem 10. Februar 2019, fand in den Räumen von St. Edith Stein die erste Pfarrversammlung der Pfarrei statt. Grund für diese waren die Empfehlungen des Bistums zur

                               Kirchlichen Immobilienstrategie (KIS)

Die Pfarrei wurde schon mit Verbindlichkeiten aus der Vergangenheit gegründet und muss, um finanziell solide weiter bestehen zu können, deutliche finanzielle und andere Einschnitte hinnehmen. Dies betrifft auch die Immobilien der Pfarrei, die einen wesentlichen Kostenfaktor darstellen.

 

Aus diesem Grund erarbeitete eine Projektgruppe mit VertreterInnen der Pfarrei und des Bistums über längere Zeit eine Bestandsaufnahme der Gebäude und Kirchen. Aus dieser Arbeit ist eine Empfehlung der Verantwortlichen des Bistums entstanden, die in Grundzügen im Herbst in den Gemeinden vorgestellt wurde.

Die Pfarrversammlung diente dem Zweck, die Einzelheiten den Interessierten zu erläutern. Diese wurden von Generalvikar Wolfgang Rösch und Peter Steinhauer, Dezernat Finanzen und Bau vorgetragen:

 

- Der Gesamthaushalt muss zeitnah auf die zur Verfügung stehenden Mittel neu ausgerichtet werden. Dazu werden alle Ausgaben einer Prüfung unterzogen und ggf. neu gewichtet, damit die Finanzen konsolidiert werden können.

- Für die Gemeinde St. Sebastian ist eine Erweiterung der Kindertagesstätte geplant, bei deren Durchführung auch das Gemeindehaus saniert und barrierefrei umgebaut werden soll.

- In der Gemeinde St. Bonifatius sollen Räume des Pfarrhauses für die Kinder-tagesstätte bereitgestellt und der Pfarrhausgarten zur neuen Außenfläche der Kindertagesstätte werden. Die damit freiwerdende Grundstücksfläche kann zur Erzielung von Einnahmen veräußert werden. Außerdem ist die Ertüchtigung des Oktogons vorgesehen, damit ein Versammlungsraum neben der Pfarrkirche zur Verfügung steht.

- Die Gemeinde St. Matthias soll eine grundlegende Standortveränderung erfahren: Abgabe des gesamten Grundstücks einschließlich der vier Gebäude Kirche, Pfarrhaus, Gemeindehaus und Küsterhaus. Die Kindertagesstätte bleibt auf jeden Fall als Präsenz der Katholischen Kirche im Quartier erhalten.

 

Nach Vorstellung der Empfehlung gab es einen sehr lebendigen Austausch zwischen den ca. 120 Anwesenden und den Bistumsvertretern. Dabei wurden nicht nur kontroverse Beiträge eingebracht, sondern auch und gerade das Betroffen sein von Seiten vieler Gemeindemitglieder von St. Matthias deutlich artikuliert. Bei all den Beiträgen wurde deutlich, wie wichtig den Gläubigen in allen Gemeinden eine Beheimatung vor Ort ist.

Auf den ersten Blick scheinen „nur“ 3 Gemeinden sehr unterschiedlich von diesem Prozess betroffen zu sein. Die Veränderungen werden aber in allen 7 Gemeinden spürbar werden. Außerdem muss die Gestaltung der Solidarität unter- und miteinander ein wesentlicher Baustein des weiteren Vorgehens sein genauso wie die Entwicklung zukunftsweisender Pastoral.

 

Demnächst werden der Pfarrgemeinderat (am 7.3.19) und der Verwaltungsrat der Kirchengemeinde (am 27.2.19) die Empfehlung des Bistums beraten und einem Votum bzw. einer  Entscheidung zuführen, die sie dem Bistum mitteilen.

 

Hans-Jürgen Braun