Lecker und ökologisch - das ist ein Versuch wert

St. Peter und Paul nimmt das Pfarreimotto "Bewahrung der Schöpfung" ernst und lud zum Kochen mit möglichst wenig Plastikmüll ein. Das Kolping-Jugendteam des DV Limburg lud ein und zehn Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen. Gemeinsam entschieden die Teilnehmer, dass es Gazpacho, selbstgemachte Ravioli und Pflaumencrumble geben sollte.

Das war der Start für einen aufregenden Nachmittag.

Rezepte und Einkaufslisten wurden zusammengestellt, das Geld wurde auf die Teams aufgeteilt. Fußläufig ging es in die nahe gelegenen Geschäfte. Schnell stellten alle fest: Einkauf nach Preis und ökologischen Standards ist nicht so einfach und braucht Zeit.

Zurück im Gemeindehaus, begann eine begeisterte Kocherei. Tomaten, die nicht aus der Dose kommen, müssen gehäutet werden. Die Zutaten fürs Gazpacho werden geschnippelt, Das Gemüse und der Käse für die Ravioli-Füllung auch. Dafür gab es zum Glück eine kleine, feine, leistungsfähige Schnipsel-Reibe-Schneide-Raffel-Maschine. Nächste Hürde: Wie rührt man einen Nudelteig zusammen? Mit zwei Löffeln? Viel Mehl, wenig Öl und Eier: machbar, aber mühselig. Zum Glück fand sich jemand, der einen "Rührfix" mit Knethaken mitgebracht hatte. Dann muss der Teig ruhen. In der Zwischenzeit bereiten die "Hauptgerichtler" die Füllung und die Soße vor. Eine Stunde später wird der Teig ausgewalzt, in Quadrate geschnitten und gefüllt. Eine Fleißarbeit.

Eine ganze Weile später dann: Der große Auftritt der Speisen. Begeisterungsrufe werden laut. So gute Nudeln haben die Teilnehmer noch nie gegessen. Erste Rufe nach einem Michelin-Stern werden laut. Alle merken außerdem, dass selbstproduzierte Nudeln viel schneller satt machen.

Aber war da nicht noch etwas? Ja! Vanille-Eis und Pflaumencrumble! Das Crumble ist oben zwar an einigen Stellen etwas sehr braun geworden, aber alle, die gerade noch "pappsatt" waren, greifen nochmals eifrig zu. Zufriedenes Stöhnen und die Forderung nach dem 2. Michelin-Stern werden laut.

Alle sind sich einig: dieses Menü ist meisterhaft gelungen. Wir haben mit 50 Euro für 13 Personen ein 3-Gänge-Menü gekocht. Und das noch dazu umweltfreundlich, denn zum Abschluss gab es die Bewertung des Jugendteams. Wir wurden gelobt, denn unsere Umwelt-Bilanz kann sich sehen lassen. Wer jetzt traurig ist, nicht dabei gewesen zu sein: Wiederholung ist möglich. Voraussetzung: 10 Personen und ein Termin.

(Ellen Aumüller)