
„Siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr’s denn nicht?“ (Jes 43,19)
Dieses Wort des Propheten Jesaja begleitet uns ins neue Jahr. Es ist Verheißung und Einladung zugleich: Gott öffnet Türen, wo wir noch Wände sehen, und lässt wachsen, was er in unserer Mitte begonnen hat.
Das neue Jahr liegt vor uns wie ein unbeschriebenes Blatt – und wie eine unberührte Schneelandschaft, in der wir noch keine Spur gesetzt haben.
Jeder Tag wird zu einer neuen Seite in der Geschichte, die Gott mit uns schreibt. Jede Spur, die wir setzen, jeder Schritt, den wir wagen, kann Ausdruck unseres Vertrauens sein. Wir müssen nicht die bleiben, die wir gestern waren: In uns schlummern Gaben und Hoffnungen, die darauf warten, im Licht dieser Zeit zu erwachen.
Auch wenn wir manchmal nur den nächsten Schritt erkennen, dürfen wir weitergehen. Jede Geste der Güte, jedes Lächeln und jede ausgestreckte Hand kann ein Echo der Liebe Gottes sein.
Die Herausforderungen sind groß – doch unsere Hoffnung ist es nicht weniger. Im Zusammenspiel von Glaube und Tat, von Gebet und Handeln finden wir Wege in eine gute Zukunft. Und Gott geht mit.
Möge 2026 für uns alle ein Jahr werden, in dem wir neue Wege wagen, die Spuren Gottes im Alltag entdecken und im Geben, Lieben und Verzeihen wachsen.
Ein gesegnetes, hoffnungsvolles neues Jahr!
Ihr Pater Siby

